Charlotte Lehmann – Stiftung

Berufliche Förderung von Anästhesistinnen

Die Charlotte Lehmann-Stiftung ist eine private Stiftung, die Fachärztinnen der Anästhesiologie in ihren wissenschaftlichen Tätigkeiten und im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen zur Vorbeitung auf Leitungs- und Führungspositionen finanziell unterstützt. Die 2010 in Bayern gegründete Stiftung vergibt in diesem Sinne Zuwendungen für Fortbildungsmaßnahmen, Zuschüsse für wissenschaftliche Projekte sowie einmal jährlich den Charlotte Lehmann-Preis in Höhe von 20.000 €, der die Preisträgerin und ihren Beitrag zu dem wissenschaftlichen Fortschritt in der Anästhesiologie, Schmerztherapie, Notfall- und Intensivmedizin ehrt.

Core-Group Meeting in St. Anton

Am 22. Januar haben sich Mitglieder der Charlotte Lehmann Stiftung inkl. der Vorsitzenden Fr. Dr. Karin Becke-Jakob (Mitte in der hinteren Reihe) in St. Anton am Arlberg im Zuge des 43. Internationalen AINS-Symposiums getroffen und ein Brainstorming bzgl. der zukünftigen Ausrichtung der Förderinstrumente der Charlotte Lehmann Stiftung bei freundschaftlichem Zusammensein begangen. Besonderes Augenmerk erhielt vor allem die Bedeutung unseres Netzwerks und die Vielfalt unserer anästhesiologischen Expertise in allen fünf Säulen sowie akademisch und nicht-universitär. Die sich daraus ergebenden Ressourcen sollen vor allem unseren jüngeren KollegInnen zur Verfügung stehen. Die Stiftung sieht sich dabei als Vermittler im breiten Netzwerk der Anästhesiologinnen in Deutschland.

Führungs-Coaching mit der Gruppe „Wir sind viele“ am 19. Februar 2024 in Frankfurt/Main

Die Charlotte Lehmann Stiftung unterstützt den Zusammenschluss zahlreicher Anästhesiologinnen in Deutschland in der Gruppe „Wir sind viele“ und förderte ein Coaching für Führungskräfte am Montag, den 19. Februar 2023 in Frankfurt/Main. Am Abend zuvor kam die Gruppe um die Organisatorin Prof. Dr. Andrea Steinbicker zum gemeinsamen Abendessen zusammen. Hier trafen die Jüngsten, unsere Studierenden im Praktischen Jahr und junge Assistentinnen, mit erfahrene Fach-, Ober- und Chefärztinnen sowie Professorinnen der Anästhesiologie zum gemeinsamen Austausch und Netzwerken zusammen.

Trauer um die Vorstandsvorsitzende der Charlotte Lehmann Stiftung

Nach kurzer Erkrankung ist am 03. Oktober 2023 Frau Prof. Dr. Gabriele Nöldge-Schomburg verstorben. Als eine der ersten Ordinaria war Sie Klinikdirektorin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Universitätsmedizin Rostock sowie Dekanin der Medizinischen Fakultät und später Ärztliche Direktorin der Universitätsmedizin. Mit Hingabe und Engagement hast Sie im Kontakt zu Charlotte Lehmann die Gründung der Stiftung begleitet und bis zu Ihrem Tod als Vorstandsvorsitzende geführt. Mit Frau Prof. Nöldge-Schomburg verlieren wir eine leidenschaftliche Anästhesistin, ein großes Vorbild, eine begeisternde Kollegin, eine Mentorin und enge Freundin. In die Position der Vorstandsvorsitzenden folgt ihr zum Jahreswechsel Frau Dr. Karin Becke-Jakob.

Wissenschaftliche Projektförderung für Frau Dr. Caroline Neumann, Universitätsklinikum Jena

Die Charlotte Lehmann Stiftung fördert mit 20.000 Euro das wissenschaftliche Projekt von Frau Dr. Caroline Neumann mit dem Titel „Inflammasom-Dysfunktion in der Sepsis und der akuten Nierenschädigung“. Mit ihrem Projekt erforscht Frau Dr. Neumann die Fehlregulation des Immunsystems im Rahmen einer Blutvergiftung (Sepsis). Als Fach- und Oberärztin für Anästhesiologie und Intensivmedizin möchte Frau Dr. Neumann mit ihrer Arbeit ein besseres Verständnis der Gründe für schwere Verläufe bei PatientInnen im Rahmen einer Sepsis erreichen.

Preisträgerin des Charlotte Lehmann Preises 2023 ist PD Dr. med. Diane Bitzinger

Cholinerge Immunmodulation während Sepsis und perioperativer Inflammation.
In ihrer kumulativen Habilitationsarbeit untersuchte Diane Bitzinger in einem translationalen Vorgehen die Relevanz der cholinergen Immunmodulation während Sepsis und perioperativer Inflammation. Dabei gelang es ihr und ihrem Team, die Cholinesterasen als diagnostisches und therapeutisches Target bei Sepsis und inflammatorischen Reaktionen wie dem postoperativen Delir zu identifizieren. Mit ihren in vitro und in vivo Studien konnte sie zur weiteren Aufklärung des „cholinergen antiinflammatorischen Reflexes“ sowie zur Konzeption weiterer Diagnostik- und Therapiestudien beitragen.